Auch in diesem Jahr haben wir wieder im Rahmen der Klimagourmetwoche unsere Speisekammer geöffnet.

Klimagourmet

Zu Gast waren einige Frankfurter und Offenbacher, die sich für das Konzept einer FoodCoop interessieren, die wissen wollen, wie wir uns ganz konkret organisieren oder mehr zu unseren Lieferanten und Erzeugern hören wollten.

So konnten wir uns in vielen guten Gesprächen mit aufgeschlossenen Menschen unterhalten und uns zum leckeren nachhaltigen Leben austauschen.

Vegane Schoko Cookies

Als Nachlese zum Worldwide Vegan Bake Sale hier noch unser Rezept für vegane Schoko-Cookies:

Zutaten (für 15 Stück)
180 ml Rapsöl, 225 g Zucker, 2 TL Vanillezucker, 125 ml Sojamilch, 420 g Mehl, 1 TL Backpulver, ½ TL Salz, 3 EL Kakaopulver, 25g Leinsamen geschrotet, gehackte Haselnüsse, Schokolade (Schokotropfen)

Zubereitung
Arbeitszeit: ca. 15 Min. / Schwierigkeitsgrad: simpel / Kalorien p. P.: keine Angabe
Backofe auf 180°C vorheizen

Sojamilch und Leinsamen mischen. Mehl, Backpulver, Salz und Kakao mischen. Öl und Zucker verrühren, Sojamilch–Leinsamen–Gemisch und Vanillezucker dazugeben. Nach und nach das Mehl–Gemisch hinzugeben. Falls es zu trocken wird, mit den Händen weiter kneten. Haselnüsse und Schokotropfen hinzugeben und mit den Händen den Teig durchkneten.

Den Teig zu einer Rolle formen und mit einem Messer ca. 2,5 cm dicke Scheiben schneiden. Kekse schön rund formen und auf ein Backblech verteilen. Bei 180°C ca. 10 Minuten backen, 5 Minuten auf dem Backblech auskühlen lassen und dann auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

Worldwide Vegan Bake Sale

Die weltweite Kampagne „Worldwide Vegan Bake Sale“ ruft jedes Jahr dazu
auf, selbst gebackene vegane Kuchen, Torten, Muffins und Kekse auf
öffentlichen Plätzen und in privat organisierten Cafés zu verkaufen.

Wir waren dabei!

Am 29. April haben wir, gemeinsam mit der „veganen Aktion Offenbach“,
unseren Hof geöffnet und Kaffee und Kuchen angeboten. Das Wetter war
herrlich und so blieben die meisten Gäste den ganzen Nachmittag und
haben verschiedene vegane Köstlichkeiten ausprobiert und Rezeptideen
ausgetauscht.

Die eingenommenen Spenden reichen wir weiter an das Tierrefugium Hanau.

 

Bananebrownies

Zutaten:

  • 1 kleine Banane
  • 50g Rohrzucker
  • 60g weiche Margerine (wie ungesund!)
  • 100g Dinkelmehl (Type 630)
  • 1 MSP Meersalz
  • 1/2 TL Backpulver
  • 3 EL Soja-, Reis- oder Haferdrink
  • 70g Zartbitterschokolade
  • 50g Walnüsse
  • 1/2 Vanilleschote
  • Margerine für die Form

Die Banane in Scheiben schneiden, dann mit einer Gabel rermusen und mit dem Zucker und der Margerine schaumig rühren. Das Dinkelmehl mit dem Salz und dem Backpulver vermischen.

Nun das Mehl mit der Bananenmischung und dem Sojadrink zu einem glatten Teig verrühren.

Die Zartbitterschokolade und die Nüsse feinhacken und zusammen mit dem Mark der Vanilleschote unter den Teig rühren.

Eine rechteckige, flache Auflaufform (28x16cm) gut einfetten, den Teig hineingeben und glattstreichen.

Das Ganze bei 160 Grad im Backofen 25 Minuten backen.

Nach dem Auskühlen kann man die Brownies mit einem scharfen Messer zurechtschneiden und vorsichtig aus der Form lösen.

Enjoy!

(p.s.: Ich weiß nicht, ob es wirklich Margerine sein muß….)

Ein Hoch auf die Milchsäurebakterien: Danke für’s für uns arbeiten!

Für alle Fermentistas unter uns und auch für Alle die es werden wollen
haben wir einen Fermentations-Samstag-Nachmittags-Workshop eingelegt.
Mit Fachinput und gemeinsamen Schnippeln und Stampfen.

14:30 Uhr. Zu Siebt haben wir es uns bei einem der Fementistas in der
warmen Küche gemütlich gemacht, Tee getrunken und gefachsimpelt. Ich
habe einen kleinen Fachinput und fermentierte Leckereien zum Kosten
mitgebracht. Die fermentierte Knobipaste kam besonders gut an 🙂
Außerdem waren noch viele Bücher mit dabei.

16 Uhr. Dann ging’s zu TerraViva und wir haben bei gefühlten 0°
geschnippelt und gestampft was das Zeug hielt. Dabei hob sich die
Raumtemperatur bestimmt um 5-10°C°.

18.30 Uhr. Die 8 Köpfe (mind. 1,7kg/Kopf) waren verarbeitet und der 10
Liter Gärtopf war randvoll bis oben hin. Dabei waren noch ein paar
Karröttchen und 240g Salz. Das was wir nicht mehr rein bekommen haben
wurde in Gläschen mitgenommen – kleine Kostprobe für Daheim 🙂

Zwei Wochen lang durfte das Kraut in aller Ruhe nun vor sich hin
blubbern bis wir es gemeinsam in mitgebrachte Gläser gestopft und mit
nach Hause genommen haben.

Was für ein Fest! Es war schon super vorfermentiert – leicht sauer und
knackig. Jetzt kann jeder tägliche Kostproben nehmen und selbst
entscheiden, wie sauer es am besten mundet.

Eine echt tolle Gelegenheit zusammen zu kommen, voneinander zu lernen,
gemeinsam mit dem was da ist (in dem Falle Kraut) etwas zu zaubern und
sich mit einer der schönsten Dinge im Leben zu beschätigen: dem Essen!

Es war Teamarbeit im warsten Sinne: Zwischen den TerraViva’s und den
Milchsäurebakterien 🙂

EQUIPMENT

  • Den Kohl haben wir von der Solawi. Feinstes Biogemüse mit vielen tapferen Milchsäurebakterien drauf.
  • Steinsalz
  • Stampfer, Messer, Brettchen, Gärtopf
  • Muskelpower 🙂

BUCHTIPPS

  • Für alle, die sich tief in die Materie reinfuchsen wollen – Die Fermenations-Biebel: Die Kunst des Fermentierens · Sandor Ellix Katz
  • Inspirierender Einstieg ins gesamte Thema: Fermentieren · Cathrin Brandes
  • Super Nachschlagewerk zum Thema Gemüse Milchsauer Einlegen: Fermentieren · Kirsten K. Schokey & Christopher Shockey
  • Spannende Zeitschrift: OYA · Ausgabe zum Thema konservieren Nr. 39

Wer hat Lust darauf, sich gemeinsam neue Kreationen auszudenken und zu
testen?
Gerne melden bei mir  (Jenny 🙂 hey@burghoffdesign.de

6 Menschen und eine Mission: Waschmittel selber machen.

6 Menschen, Messer, Holzbrett, Fleischwolf, Kastanienberge und eine Mission: Waschmittel selber machen.

Mit viel Freude haben wir gemeinsam Gespalten und gekurbelt. Uns ausgetauscht und gegenseitig bereichert. Und gegrübelt, wie wir die Prozesse verfeiert werden können. Heraus kam: Berge an Kastaniennuggets! Und Vorfreude aufs Waschen.

Zusammen gehts halt einfach einfacher! Danke für den schönen
Nachmittag : )

Anleitung

Sammeln:

Nur frisch gefallene Kastanien sammeln. Am besten noch in der Schale.
Sie sollten mit der weißlichen Seite nicht im Dreck gelegen haben.

Ganz besonders wichtig: Sie sollten keinen Regen abgekommen haben, sonst schimmeln die Kastanien .

Wenn Du nicht gleich in die Verabeitung gehst, dann kühl und trocken lagern. Nebeneinander auf Papier oder Stoff.

Verarbeitung:

  • Ca. 3kg Kastanien pro Person (reicht für ein Jahr)
  • Großes Messer
  • Brettchen
  • Fleischwolf/Küchenmaschine

 

  • Mit Messer auf Brettchen die Kastanien vierteln
  • Mit Schale für Buntwäsche und ohne Schale für Weißwäsche durch den Fleischwolf drehen, so dass ‚Nuggets‘ entstehen
  • Jetzt müssen die Kastaniennuggets trocknen. Die Nuggets müssen
    vollständig austrocknen, sonst schimmeln sie später im Glas. Am besten auf Backblech oder Rost mit Küchentuch drauf. Dann auf die Heizung oder  in den Backofen bei eingeschalteter Lampe und leicht geöffneter Tür
  • Wenn vollständig getrocknet, dann in ein Glas abfüllen

Waschen:

Ca. 2 EL Nuggets mit heißem Wasser übergiessen (ca. 3x so viel) und für 30 min einweichen lassen.

Dann den trüben Sud durch ein Sieb direkt in das Waschmittelfach in der Waschmaschine gießen. Bei Bedarf ätherisches Öl hinzu. Hier bitte das Etikett genau  beachten. Manche Öle sind schädigend für die Natur.

Die Nuggets können bis zu dreimal mit heißem Wasser übergossen werden. Am besten Waschtag mit drei Waschladungen einplanen. Ansonsten müssen die Nuggets getrocknet werden, da sie sonst schimmeln.

Weitere Verwendung

  • Spüli – hält allerdings nicht lange: Schimmelgefahr
  • Badezusatz (hatte ich als Kind in der ‚Tu was‘ gefunden 🙂
  • Weitere Ideen? Gerne an mich: pk@burghoffdesign.de

TERRA VIVA beim Nordendfest 2017

Über gesunde Ernährung zu informieren war auch beim 8. Nordendfest auf dem Goetheplatz wieder das Anliegen von TERRA VIVA. An unserem gut besetzten Stand wurden zwei leckere Dips vor den Augen des Publikums vorbereitet und zum Probieren verteilt. Außerdem stellten wir unsere regionalen Bio-Erzeuger vor. Und wie schon beim letzten Mal konnten die kleinen Festbesucher ihr Wissen unter Beweis stellen, wann welches Gemüse oder Obst Saison hat, und einen knackigen Streuobstwiesen-Apfel gewinnen. Schön, dass dies immer noch ein attraktiver Preis für viele Kinder ist.

Während der knapp vier Stunden kam es zu interessanten Gesprächen mit Bewohnern und sogar einem Interview mit der Presse. Trotz zeitweiser dunkler Wolken hielt zum Glück diesmal auch das Wetter, so dass wir nicht wie beim letzten Mal klitschnass wurden.

Hier die Rezepte zum Nachmachen:

Pikant-würziger Erdnussbohnendip

* 250 g Erdnussmus
* 2 Dosen Kidneybohnen
* 1 kleine Zehe Knoblauch
* ca. 3 reife Tomaten
* frische (glatte) Petersilie nach Geschmack
* jeweils eine Prise Salz, Pfeffer, Oregano

Bohnen waschen und abtropfen lassen. Das Erdnussmus, die Bohnen, Knobi und Gewürze in einem tiefen Gefäß pürieren. Dabei etwas Wasser hinzugeben, bis eine cremige Masse entsteht. Die Tomaten und die Petersilie fein hacken und unterheben.

Deftig-feiner Zucchini-Dill-Senf-Dip

* mittelgroße Zucchini (wahlweise auch Gurke)
* ca. 100 – 200g Sonnenblumenkerne
* ca. 2 EL mittelscharfer Senf
* Bund Dill
* ca. 3 EL Hefeflocken
* kleiner Schuss Zitrone
* Salz, Pfeffer

Die Zucchini sehr grob hacken und mit den Sonnenblumenkernen pürieren. Dabei Wasser hinzugeben, bis eine cremige Masse entsteht. Senf, Schuss Zitrone und Hefeflocken hinzugeben, noch einmal kurz pürieren. Dill fein hacken, unterheben und mit Salz + Pfeffer abschmecken.

Saatb**ben basteln

Am vergangenen Samstag (8.4.2017) haben die Mitglieder von TerraViva e.V. “bombastisch” viel Spaß gehabt: Wir haben zusammen Saatb**ben (hallo NSA!) selbst hergestellt, sind dabei sehr dreckig geworden und haben sehr viel gelacht.

Am Mischpult standen alle Zutaten. Für sechs Saatb**ben benötigt man:

  • 4 Esslöffel torffreie Erde
  • 1 Esslöffel Kompost
  • 1 Esslöffel Ton oder Lehm
  • 1 Teelöffel Blumen-, Kräuter- oder Gemüsesaat nach Wahl
  • etwas Wasser

Ab in die Schüssel und umrühren. Dann wird’s richtig dreckig: mit den Händen zusammen pressen und Bällchen daraus formen. Alle Größen waren dabei – vom Dinosaurier- bis hin zum Wachtelei. Egal wie groß oder klein, die Saatb**ben lassen sich prima im Eierkarton aufbewahren, bis man bereit ist, sie zu benutzen. Entweder lagert man sie so, dass sie trocknen und man später verwenden kann. Oder man haut sie innerhalb von vier Tagen frisch raus. Hauptsache werfen, am besten, wo die Stadt etwas grün noch vertragen könnte, oder an Stellen, die brach liegen, aber schwer erreichbar sind. Dann kommt der Regen und alles vermischt sich mit dem Boden und fängt an, zu keimen. Unser Saatgut war besonders geeignet, um Bienen, Schmetterlinge und Vögel anzulocken. Manche hatten auch Kürbiskerne und Chilisamen drin, weil man Essbares nie genug haben kann.

Einfach mal ausprobieren, es ist wirklich super leicht, macht bombig Spaß und mehr Grünes geht immer 😉